U L R I C H T H O R M A N N Architekt Dipl. Ing. Grosse Brunnenstr. 71 22763 Hamburg Tel.: 040. 3990 8515 Fax.: 040. 3990 8514 mobil: 0163.7186426 eMail: ulrich-thormann@web.de per eMail den 01.08.06 Sächsische Zeitung Frau Katrin Saft eMail: leserbriefe@dd-v.de Redaktion Leserbriefe Ostra-Allee 18 01067 Dresden Betr.: Leserbrief zur Waldschlößchenbrücke / Blaues Wunder Sehr geehrte Frau Saft, am letzten Samstag habe ich Ihren großartigen, doppelseitigen Artikel zur Waldschlößchenbrücke gelesen, in denen Sie Ihre Leser zu Leserbriefen ermuntern. Hier also mein Beitrag: Ein II. Blaues Wunder muß her! Endlich gibt es etwas Luft in der Diskussion um die Waldschlößchenbrücke. Die geradezu surreale Diskussion zur drohenden Aberkennung des Titels UNESCO-Welkulturerbe für das Elbtal zeigt, wie sehr man sich verrannt hat. Selbstverständlich muß die Stadt Dresden sich diesen Titel erhalten. Wie enttäuscht werden alle Besucher sein, wenn dieser Brückenbau aus Gründen der Verkehrspolitik durchgezogen wird – entgegen allen Einwendungen und Warnungen, ganz besonders von Initiativen und Kulturschaffenden. Eine behutsame Lösung muß her. Dieses könnte ein Tunnel am Waldschlößchen sein, oder die neue Brücke müsste an anderer Stelle behutsam in das Elbtal und die angrenzenden Stadtteile eingepaßt werden. Ein II. Blaues Wunder ist die behutsame Alternative zur Waldschlößchenbrücke. Die Vorteile eines II. Blauen Wunders, dass ca. 250m nördlich vom jetzigen errichtet werden kann, sind folgende: - Es wird am Rande des als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten Elbtals der geringste Eingriff vorgenommen. - Die neue Brücke wird an der annähernd engsten Stelle der Elbwiesen errichtet und das alte Blaue Wunder hinsichtlich des Autoverkehrs entlasten. - Es wird eine direkte, ampelfreie Verbindung zwischen dem Käthe-Kollwitz-Ufer und der Grundstraße hergestellt, die den Pendelverkehr aufnimmt. - Die neue Straßenführung auf beiden Uferseiten und die Einbindung der Brücke kann weitgehend flächenschonend erfolgen und behutsam in das Ortsbild und die Elbwiesen eingebunden werden. - Der Verkehr am Körberplatz wird erheblich weniger – sodaß die nördl. Teilfläche wieder zum kleinen Marktplatz werden kann. - Die Kosten (für Brücke und anschließendem Tunnel) werden erheblich geringer sein als der Bau einer Brücke beim Waldschlößchen. - Das neue, das II. Blaue Wunder, wäre ein echter Ersatzbau für das alte, weltweit bekannte Wahrzeichen. Es könnte eine „Doppelung“ sein - oder in der Ästhetik eine moderne Konstruktion sein, die dem alten Blauen Wunder mindestens ebenbürtig ist – also den Namen II. Blaues Wunder verdient. - Durch die verkehrsmäßige Entlastung wird die Lebensdauer des alten Blauen Wunders erheblich verlängert. - Durch den Bau eines II. Blauen Wunders bleibt Zeit für die weitere Diskussion zum Erhalt der alten Brücke und über die dann später ggf. notwendige Ersatzbrücke. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Thormann Anmerkung: Ich übersende Ihnen meine Skizzen mit Erläuterungstext (aktueller Stand vom 31.07.06) in der Anlage. Leider haben sich durch das Einscannen die Farben etwas geändert. Sie erhalten jeweils eine beschriftete und unbeschriftete Skizze: Lageplan II. Blaues Wunder und Sicht vom Schloss Albrechtsberg. Der Einfachheit halber übersende ich diesen Leserbrief in meinen eMailverteiler aufgenommen.